Mit Erlass vom 24. Januar 2013 gibt das BMF eine vorläufige Regelung zu den Voraussetzungen für die Entlastung aus dem Spitzenausgleich nach dem Energiesteuer- und dem Stromsteuergesetz bekannt. Aktuell fordert das BMF für die Nutzung des unterjährigen Spitzenausgleiches ein 50001-Zertifikat! Einzige Einschränkung ist, dass nur ein gewisser Anteil des Gesamtenergieverbrauchs abgedeckt werden muss. In der Praxis ist dies für einen normalen Industriebetrieb unerheblich, da er das Energiemanagementsystem dennoch bereits komplett eingeführt haben muss, um ein Zertifikat einer zugelassenen Zertifizierungsgesellschaft zu erhalten.

Dies ist eine vorläufige Regelung. In dem StromStG und dem EnergieStG wird für 2013 der  „Beginn der Einführung eines Energiemanagements nach ISO 50001 oder Umweltmanagements nach EMAS“ gefordert. Nicht konkretisiert ist aber, was als Nachweis dem zugelassenen Zertifizierer oder Umweltgutachter vorgelegt werden soll. Um eine unterjährige Beantragung des Spitzenausgleichs zu ermöglichen, hat das BMF die o.g. vorläufige Regelung heraus gegeben. In einer Verordnung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie sollen die Vorgaben für die Nachweisführung über die Einführung von Energiemanagementsystemen zukünftig geregelt werden. Diese soll im Frühjahr kommen. Es ist zu hoffen, dass in dieser Verordnung der Nachweis dann wieder an den Prozess der „Einführung eines Energiemanagements“ gekoppelt wird. Der Autor ist da mittlerweile skeptisch. Es bleibt die Befürchtung, dass alle Unternehmen, die den Spitzenausgleich nutzen wollen, eine Zertifizierung nach der ISO 50001 bereits in 2013 vorlegen müssen.

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