Nun ist der lang ersehnte Entwurf der Verordnung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie da. Mit Datum vom 10.06.2013 liegt nun die SpaEV im Entwurf vor und wurde den Verbänden zur Kommentierung vorgelegt. Nun werden die Vorgaben, wie insbesondere die Einführungsphase zur Implementierung eines Energiemanagements nach der ISO 50001 oder eines Umweltmanagementsystems nach der EMAS-Verordnung in den Jahren 2013 und 2014 nachzuweisen ist, konkretisiert.

Der Entwurf des Ministeriums sieht 2 (alternative) Varianten zur Systemeinführung (ISO 50001 oder EMAS) vor:

  • Horizontaler Ansatz:
    • In 2013 muss ein Zertifikat vorgelegt werden, welches sich auf mind. 25 % des gesamten Energieverbrauchs bezieht und
    • in 2014 auf mindestens 60 % des gesamten Energievebrauchs.
  • Vertikaler Ansatz:
    • Die Geschäftsführung gibt eine schriftliche Erklärung / Verpflichtung zur Einführung eines Energiemanagements nach der ISO 50001 oder eines Umweltmanagementsystems nach der EMAS-Verordnung ab.
    • Ernennung eines Energiemanagementbeauftragten.
    • Start der Einführung eines Systems im Jahr 2013 mit Erfüllung der Anforderungen nach Anlage 2 Nr. 1 der Verordnung (Erfassung und Analyse der eingesetzten Energieträger)
    • Fortsetzung der Einführung eines Systems im Jahr 2013 mit Erfüllung der Anforderungen nach Anlage 2 Nr. 1 und 2 der Verordnung (Erfassung und Analyse der eingesetzten Energieträger, Erfassung und Analyse von Energie verbrauchenden Anlagen und Geräten)

Alle Nachweise sind durch eine akkreditierte Zertifizierungsstelle zu überprüfen!

Sonderreglung für KMU’s:

  •  KMU’s können alternativ ein Energieaudit nach der DIN EN 16247-1 (Durchführung eines Energieaudit (= Energieanalyse) nach klar def. Vorgaben) durchführen oder ein „alternatives System“ nach Anlage 2 der Verordnung einführen. Letzteres umfasst
    • die Erfassung und Analyse der Energieträger,
    • die Erfassung und Analyse von Energie verbrauchenden Anlagen und Geräten,
    • die Bewertung der Einsparpotenziale und
    • die Durchführung eines jährlichen Reviews und die Festlegung von Maßnahmen und Zielen.
  • Alle Nachweise sind durch eine akkreditierte Zertifizierungsstelle zu überprüfen!
  • Für die Einführungsphase  dieser alternativen Systeme gelten die  gleichen Vorgaben wie für die „große“ Lösung (EMAS, ISO 50001), sprich man hat die Wahl zwischen dem horizontalen und vertikalen Ansatz.

Die Verordnung im Details können Sie hier einsehen: 130610_RefE_SpaEfV

dp consulting kann Sie bei der Erfüllung der verschiedenen Varianten unterstützen. Wir stehen Ihnen für nähere Erläuterungen gerne zur Verfügung. Darüber hinaus kann Herr Pfaff als zugelassener DQS-Auditor im Auftrag der DQS die Nachweise überprüfen. Sprechen Sie uns an!

 

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