Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie hat die Spitzenausgleichs-Effizienzsystemverordnung (SpaEfV) mit Datum vom 31.07.2013 veröffentlicht.

Der Entwurf vom 10.06.2013 wurde an verschiedenen Stellen angepasst. Nun sind die Vorgaben, wie insbesondere die Einführungsphase zur Implementierung eines Energiemanagements nach der ISO 50001, eines Umweltmanagementsystems nach der EMAS-Verordnung oder die Durchführung eines Energie-Audits nach EN 16247-1 (für kleine oder mittlere Unternehmen –> KMU’s)  oder des sog. alternativen Systems nach Anlage 2 (für KMU’s)  in den Jahren 2013 und 2014 nachzuweisen ist, festgelegt.

Die Verordnung sieht gem. § 5 SpaEfV zwei (alternative) Varianten zur Systemeinführung eines Energiemanagementsystems nach ISO 50001, eines Umweltmanagementsystems nach EMAS oder eines alternativen Systems nach Anlage 2 SpaEfV (nur für KMU’s) vor:

  • Horizontaler Ansatz:
    • In 2013 muss ein Testat vorgelegt werden, welches sich auf mind. 25 % des gesamten Energieverbrauchs bezieht und
    • in 2014 auf mindestens 60 % des gesamten Energieverbrauchs.
  • Vertikaler Ansatz:
    • Die Geschäftsführung gibt eine schriftliche oder elektronische Erklärung / Verpflichtung zur Einführung eines Energiemanagements nach der ISO 50001 oder eines Umweltmanagementsystems nach der EMAS-Verordnung oder eines alternativen Systems nach Anlage 2 SpaEfV (nur für KMU’s)  ab
    • Ernennung eines Energiebeauftragten
    • Variante ISO 50001:
      • 2013: Erfüllung Nr. 4.4.3 a ISO 50001 (Analyse Energieeinsatz und Energieverbrauch durch Ermittlung der der derzeitigen Energiequellen, Bewertung des bisherigen und aktuellen Energieeinsatzes und des Energieverbrauchs)
      • 2014: Erfüllung Nr. 4.4.3 a und b ISO 50001 (zusätzlich auf Basis der Analyse des Energieeinsatzes und des Energieverbrauchs Ermittlung der Bereiche mit wesentlichem Energieeinsatz –> Detailanalyse!)
    • Variante EMAS:
      • 2013: Erfassung und Analyse Energieträger ähnlich der bisherigen EEG-BAFA-Systematik
      • 2014: Zusätzlich Erfassung und Analyse der Energieverbraucher ähnlich der bisherigen EEG-BAFA-Systematik
    • Variante KMU – alternatives System nach Anlage 2 SpaEfV (nur für KMU!):
      • 2013: Erfüllung der Anforderungen nach Anlage 2 Nr. 1 der Verordnung (Erfassung und Analyse der eingesetzten Energieträger)
      • 2014: Erfüllung der Anforderungen nach Anlage 2 Nr. 1 und 2 der Verordnung (Erfassung und Analyse der eingesetzten Energieträger, Erfassung und Analyse von Energie verbrauchenden Anlagen und Geräten)

Alle Nachweise sind durch eine national akkreditierte Zertifizierungsstelle für die ISO 50001 zu überprüfen und ein Testat auszustellen! Das Testat ist mit den Antrag auf Spitzenausgleich einzureichen.  Neben von der DAkkS akkreditierten Zertifizierungsstellen sind dies die in der EU akkreditierten Zertifizierungsstellen.

Was prüft der Auditor eigentlich in der Einführungsphase? Der Auditor prüft ob die o.g. genannten Voraussetzungen erfüllt sind! Im Jahr 2013 kann auf eine Vor-Ort-Begutachtung verzichtet werden!

Für die Variante „Energieaudit nach EN 16247-1″ (für KMU’s) gibt es im Übrigen keine Einführungsphase. Wenn diese Variante gewählt wird, muss jährlich ein Testat einer national akkreditierte Zertifizierungsstelle für die ISO 50001 vorgelegt werden.

Die Verordnung im Details können Sie hier einsehen: SpaEfV_2013-07-31

dp consulting kann Sie bei der Erfüllung der verschiedenen Varianten unterstützen. Wir stehen Ihnen für nähere Erläuterungen gerne zur Verfügung. Darüber hinaus kann Herr Pfaff als zugelassener DQS-Auditor im Auftrag der DQS die Nachweise überprüfen und nach Erfüllung der Voraussetzungen mit der DQS das erforderliche Testat ausstellen lassen. Sprechen Sie uns an!

 

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